Jürgen Escher: WORKS FOR CAP ANAMUR 1985-2016

„Jürgen Eschers fotografisches Thema, das Leitmotiv seiner Arbeit, ist, nach seinen Worten, die Würde, die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens. Er arbeitet als Fotograf vorwiegend in den Ländern der „Dritten Welt“ – in Asien, Lateinamerika, Afrika.

Seine wesentlichen Arbeiten zeigen nicht so sehr die Ausnahmesituation, sondern den Alltag in weit abgelegenen Bereichen indianischer, afrikanischer, asiatischer oder europäischer Lebensformen. Oft sind es dennoch auch Krisensituationen. Bei seiner Fotoarbeit geht Escher auf die Menschen und ihre Lebensgestaltung ein. Er lebt mit ihnen, wenn es geht über Wochen und Monate. „Keines meiner Bilder“, sagt er, „ist ohne das Einverständnis der Fotografierten entstanden“.

Eschers Bilder meiden das Sensationelle ebenso wie die europäische Attitüde des Mitleides oder der ethnografischen Neugier. Seine Menschenbilder strahlen Selbstverständlichkeit und Selbstbewusstsein von Menschen aus, die anders leben als wir – aber doch deshalb nicht unbedingt schlechter. „Als Fotograf“, sagt Escher, „fühle ich mich der Tradition der sozial engagierten Fotografie verpflichtet. Diese Fotografie war von Anfang an darauf ausgerichtet, Veränderung zu bewirken.“ Veränderung im Sinne Eschers, das meint hier wenigstens teilweise Korrektur der Schäden, welche der Einbruch der westlichen Zivilisation und ein falsch verstandenes Christentum in diesen Kulturen angerichtet hat. In der Konsequenz entstehen viele seiner Bilder im Auftrag von sozial engagierten und kirchlichen Organisationen.“

(Aus: „One World“ Textauszug von Jörg Boström)

Für Cap Anamur – Deutsche Not-Ärzte e.V. arbeitet Escher nun bereits seit über 30 Jahren.

www.juergenescher.de

Vite

Cap Anamur, Deutsche Not-Ärzte e.V.

Der gemeinnützige Verein „Cap Anamur – Deutsche Not-Ärzte e.V.“ mit Sitz in Köln wurde 1979 ins Leben gerufen, gegründet von Christel und Rupert Neudeck sowie einigen ihrer Freunde, darunter Heinrich Böll. Seitdem leistet Cap Anamur weltweit humanitäre Hilfe, auch an Orten, an denen das Medieninteresse längst abgeebbt ist. Im Fokus stehen die medizinische Versorgung und der Zugang zu Bildung.

www.cap-anamur.org

05. Nov. - 17. Dez.


VERNISSAGE: 05. Nov. 2016 – 15 UHR
FINISSAGE: 17. Dez. 2016 – 15 UHR