Einen Schritt vor dem Krieg

Seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges im Jahr 2014 befinden sich ukrainische Künstler*innen ununterbrochenen in einer Situation der Anspannung, Unsicherheit und Unruhe. Bewusst oder unbewusst, explizit oder indirekt – der militärische Diskurs in ihrem Leben ist seit acht Jahren täglich präsent.

In der Ausstellung „Einen Schritt vor dem Krieg” geht es um die Schrecken des völkerrechtswidrigen Krieges und um die Vorahnung dieser aktuellen Ereignisse. Russlands Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Prozesse in der zeitgenössischen Kunst der Ukraine beschleunigt. Die Künstler*innen reagieren auf die Geschehnisse und verarbeiten innere und äußere Wahrnehmungen in ihren Bildern und Skulpturen.

Basierend aus den persönlichen Erfahrungen des Jahres 2014 (Besetzung eines Teils des Donbass durch Russland) hat der aus der Region Donezk stammende Künstler Petro Antyp, den Beginn eines umfassenden russisch-ukrainischen Krieges in diesem Jahr bereits erahnt. Vor acht Jahren mussten er und sein Landsmann Sergij Zakharov  aufgrund ihrer pro-ukrainischen und pro-europäischen Haltung ihre Heimat verlassen, und suchten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Zuflucht. Am 24. Februar dieses Jahres holte der Krieg sie erneut ein.

Ausstellung mit Werken ukrainischer Künstler*innen

Wir zeigen eine zusammengestellte Auswahl mit Werken von Petro Antyp, Sergij Zakharov, Oleksandr Serdiuk, Igor Panchuk, Oleksii Konoshenko und Victoriia Romanchuk. Sie sind vor und während des Krieges entstanden. Es sind eindrucksvolle Zeugnisse unvorstellbarer Ereignisse eines sinnlosen Krieges – Vorahnungen und Reflexionen, die nicht nur die Menschen in der Ukraine betroffen macht.

Die Gemälde und Skulpturen sind unter schwierigen Umständen direkt aus Charkiw, Kiew und Lwiw von Petro Antyp und Maryna Streltsova nach Deutschland gebracht worden. Von April bis Anfang Juni diesen Jahres war die Ausstellung zunächst im Stadtmuseum Paderborn zu sehen. Ergänzt um Arbeiten von Alexander Glinkin, den wir nach seiner Flucht über den Kulturrat NRW kennenlernten, zeigen wir die Ausstellung nun auch in Köln.

Download Programmflyer

15. Okt. - 12. Nov.


VERNISSAGE: 15. Okt. 2022
17 bis 20 Uhr

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